Die Bildung & Integration in Nürnberg e.V.

Eine selbständige Gemeinde des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e.V.

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) ist der älteste Dachverband, dessen Gründung auf das Jahr 1973 in Köln zurückgeht. Heute zählt der Verband der Islamischen Kulturzentren um die 300 Gemeinden bundesweit.

Er lässt sich vom Leitsatz des Propheten Muhammed (F.s.m.I. = Friede sei mit Ihm) „Der beste Mensch ist derjenige, der anderen Menschen nützlich ist“ leiten und versteht sich stets im Diensste der Öffentlichkeit.

Er zeichnet sich durch seine parteipolitische Neutralität und setzt sich hierzulande für ein friedvolles Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Couleur ein. Die Grundlage dafür sieht er in einem gesamtgesellschaftlichen Dialog, der getragen ist von gegenseitiger Achtung und Respekt und der zu einer Anerkennung führt.

Im Rahmen einer Umstrukturierung Anfang 2006 löste der VIKZ die zentrale Organisationsstruktur von 1980 auf und entließ die lokalen Gemeinden zur Selbständigkeit. Er selbst fungiert nunmehr als Dachverband.

Über uns

Gründung und Entwicklung

Der Verein Bildung & Integration in Nürnberg e.V. ist ein Mitgliedsverein des VIKZ. Er nahm seine Arbeit mit Beginn des Jahres 2006 in den Räumlichkeiten am Spittlertorgraben 47b auf.

In seinem Gebäude beherbergt er die Ayasofya-Moschee, die im Jahre 1977 gegründet wurde. Sie war somit die erste offiziell eröffnete Moschee im Großraum Nürnberg.

Ihre Anfangsaktivitäten fanden in unterschiedlich gemieteten Standorten (u. a. Bleichstraße 18) statt, sowie in der Fürther Straße 23. Wegen des großen Bedarfs nach einer würdigeren Gebetsstätte wurde das Gebäude am Spittlertorgraben im Jahre 1994 vom VIKZ erworben und zu einem Kulturzentrum mit Gebetsräumlichkeiten umgebaut.

Mittlerweile sind in den Gemeinden des Verbandes der Islamischen Kulturzentren größtenteils hauptamtliche islamische Gelehrte beschäftigt, die überwiegend aus der zweiten Generation stammen und in Deutschland eine religiöse Ausbildung absolviert haben. Sie sind hier aufgewachsen, haben hiesige Schulen besucht, sind sowohl der deutschen als auch der türkischen Sprache mächtig und können sich besser auf die jeweiligen Bedürfnisse und die neuen Herausforderungen der Gesellschaft einstellen.

Die Arbeit des Verbandes

In erster Linie beschäftigt sich der Verein Bildung & Integration in Nürnberg e.V. mit sozialen und religiösen Bedürfnissen der in Nürnberg lebenden Muslime und unterstützt sie bei ihren alltäglichen Angelegenheiten. Dabei legt er großen Wert auf die Jugendarbeit. Letztlich geht es um die berufliche und soziale Förderung einer Generation von Jugendlichen, die sich selber, ihrer Familie und der Gesellschaft nützlich sind und in ihr in Einklang und Harmonie leben.

Dazu gehören die Vermittlung von religiöser Orientierung sowie die Unterstützung in Bildung und Erziehung. Jugendliche sollen als selbstbewusste Menschen befähigt werden, sich in die Mehrheitsgesellschaft zu integrieren.

Im Rahmen der Jugendarbeit werden Dienste angeboten wie:

  • Nachhilfekurse und Hausaufgabenbetreuung
  • Jugendgruppentreffen, Vorträge und Gespräche
  • Drogen- und Gewaltprävention
  • Sportliche Aktivitäten
  • Orientierungshilfe beim Finden von Ausbildungs- und Arbeitsstellen
  • Schnupperkurse für bestimmte Berufe
  • Führungen und Gespräche für Schulklassen und Studentengruppen
  • Gesprächskreise für Konfirmandengruppen der Kirchen und Gemeinden
  • Ausflüge
  • Orientierungshilfe bei Studienfächern
  • Computer-, Deutschkurse

Soziale und religiöse Dienste

Eine Moschee ist nicht nur ein Ort des Gebetes, sondern auch Zentrum für soziale Begegnungen, Integration und Kultur. Dort werden den Muslimen vielfältige soziale Hilfeleistungen angeboten, die sie in Lebensgestaltung unterstützen und die Integration fördern.

Als religiöse Dienste sind zu erwähnen:

  • Einrichtung von Gebetsräumen
  • Abhalten von den fünf mal täglichen rituellen Gebeten
  • Abhalten von Freitags- und Festgebeten
  • Religiöse Unterweisung von muslimischen Kindern und Jugendlichen

Beziehungen zu anderen Organisationen

Der Islam versteht sich als eine Religion des Friedens. In diesem Sinne arbeitet der Verein mit islamischen, christlichen und anderen gesellschaftlichen Institutionen in verschiedenen Bereichen zusammen. Er steht jedem offen, der sich für den Islam und den Verein interessiert: Besuchergruppen aus Schulen, Kirchengemeinden, Moscheen, Behörden, Bürgerinitiativen und anderen Interessensgemeinschaften. Die Fortführung des gesellschaftlichen Dialogs gehört zu den wichtigen Aufgaben des Vereins.

Islam

Wie ist der Islam?

Das islamische Glaubensbekenntnis ist in dem Satz „La ilahe illa-llah – Muhammedur-Rasulullah“ enthalten. (Es gibt keinen anderen Schöpfer außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter). Jeder der diesen Satz ausspricht und innerlich bestätigt, ist Muslim.

Das islamische Glaubensbekenntnis besteht aus sechs Grundartikeln und lautet „Ich glaube an Gott, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten, an die Wiederauferstehung nach dem Tode, den Jüngsten Tag und an die göttliche Vorherbestimmung.“ Gott im Islam ist die höchste Wesenheit, die man mit irdischen Mitteln nicht begreifen kann. Allah ist der Schöpfer und Erhalter der Welten (rab-al-alemin). Wir erkennen Ihn an der Gesetzmäßigkeit, die dem Weltall innewohnt, und an jenem geheimnisvollen Gefühl in unserem Inneren, das uns sagt, was gut und was böse ist. Gott ist Einer, ein ewig Seiender (Sura al-Ikhlas, 112). Der Mensch ist von Gott zu Seinem Stellvertreter bestimmt worden (Sura 2, 30): „Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen!“ Das betont monotheistische Glaubensbekenntnis des Islam entbindet die Muslime von anderen sakralen Verbindlichkeiten und ist in der Al-Fatiha enthalten: „Preis sei Allah, dem die Welten Untertan sind, dem Erbarmer, dem Barmherzigen, der Verfügungswart besitzt über den Tag des Gerichts! Dir dienen wir und Dich biten wir um Hilfe. Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, die Du begnadet hast, die nicht dem Zorn verfallen und nicht irregehen!“

Kinder/Jugendliche und Islam

Etwa 800.000 muslimische Kinder und Jugendliche besuchen deutsche Schulen. Die Entwicklung eines islamischen Religionsunterrichts auf der Basis des deutschen Grundgesetzes ist eine wichtige Zukunftsaufgabe.
Die Koranrezitationsunterweisung in den Moscheen, die meist an Wochenenden und in den Ferien angeboten wird, dient besonders dazu, das Rezitieren des Koran in Arabisch zu üben und u.a. die Koranabschnitte auswendig zu lernen, die beim 5maligen täglichen Gebet gesprochen werden.

Hinzu kommt vor allem die Unterweisung in Glaubensinhalten, Glaubenspraxis und in den ethischen Grundlagen der Religion.

Kontakt

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